Ich durfte Andreas während unserer gemeinsamen Fachabi-Zeit an der BBS Leer kennenlernen. Durch unsere räumliche Nähe entstand eine Fahrgemeinschaft, aus der sich bald eine Freundschaft entwickelte. Das gemeinsame Open-Air-Fußballschauen im Südgeorgsfehner Garten oder die Wochenendbesuche im ‚Tunis‘ sind mir in bester Erinnerung geblieben, auch wenn sich unsere Wege nach der Schule allmählich wieder trennten.
Als meine Frau mich heute fragte, was für ein Mensch Andreas war, beschrieb ich ihn ihr so: warmherzig, unaufgeregt, ausgeglichen und stets freundlich – und all das garniert mit seinem wunderbaren, feinsinnigen und hintergründigen Humor. Wie ich den Beiträgen hier entnehmen kann, hat sich Andreas diese wertvollen Eigenschaften auch im sicherlich oft fordernden Schulalltag bewahrt – ein großes Geschenk.
Liebe Angehörige, mögen die Worte von Charles Péguy in dieser schweren Zeit eine Stütze sein:
Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nicht eine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich,
damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgend eine besondere Betonung,
ohne die Spur des Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchgeschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der andere Seite des Weges.